Thursday, October 25, 2012
die neuen zürcher ausnüchterungszellen
stubbornita holt sich noch ein Bier, wobei es für das Armbrust-Gütesiegel wohl nicht reichen wird.
Trotzdem. Erste Frage, bitte. Umfrage zur Service-Qualität
Wednesday, October 24, 2012
Thursday, June 17, 2010
der beste trainer der welt (2)
"Es ist ein historischer Sieg," sagte der beste Trainer der Welt. "Es ist uns gelungen, die Spanier nervös zu machen." Eine harte Prüfung der iberischen Frustrationstoleranz, möchte stubbornita ergänzen. Allerdings glaubt sie sich auch an folgende Turnierregel zu erinnern: Je Grottenkick in der Vorrunde, desto Final. Zumindest Thierry Henry müsste das bestätigen können. Oder Lippi, einer der zweitbesten Trainer der Welt. Es besteht also noch Hoffnung für alle ausser Deutschland. Und für uns alle gilt jetzt wieder: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.
Friday, January 1, 2010
artischokka's reading list 2009

Either write something worth reading or do something worth writing. Benjamin Franklin
- Dan Brown, The Da Vinci Code
- Johann Gottfried Herder, Journal meiner Reise im Jahr 1769
- Marcel Proust, Du côte de chez Swann
- Früher waren mehr Tore. Hinterhältige Fussballgeschichten
- Per Petterson, Im Kielwasser
- Bertolt Brecht, Die heilige Johanna der Schlachthöfe
- Claude Alain Sulzer, Ein perfekter Kellner
- Richard Ford, Independence Day
- Gianrico Carofiglio, Ad occhi chiusi
- Proust, A l'ombre des jeunes filles en fleurs
- Hugo Lötscher, Der Immune
gestrandet:
James Joyce, Finnegans Wake
artischokka's reading list 2008
artischokka's reading list 2007
artischokka's reading list 2004
artischokka's reading list 2003
Saturday, June 27, 2009
Die Grossmutter

"Eine Grossmutter ist eine Frau, die keine Kinder hat und deswegen die kleinen Jungen und Mädchen von anderen Leuten lieb hat.
Grossmütter haben eigentlich nichts zu tun. Sie müssen nur da sein. Weil sie alt sind, dürfen sie keine wilden Spiele machen mit Herumrennen und so. Aber das brauchen sie auch nicht. Es ist genug, wenn sie uns auf den Jahrmarkt mitnehmen, wo das Karussel-Pferd ist, und wenn sie genug Geld dabei haben. Grüssmütter dürfen niemals sagen: "Los, beeil dich!"
Meistens sind Grossmütter dick. Aber so dick auch wieder nicht, dass sie einem nicht die Schuhe zubinden können. Sie haben eine Brille auf und ganz ulkige Unterwäsche. Richtige Grossmütter können ihre Zähne aus dem Mund nehmen.
Eine Grossmutter braucht nicht clever zu sein. Aber wenn ich sie frage "warum ist der liebe Gott nicht verheiratet?" oder "warum können Hunde keine Katzen leiden?", dann müssen sie das beantworten können. Grossmütter reden richtig mit uns, nicht solch komische Babysprache wie die Leute, die uns besuchen kommen und die man immer so schlecht versteht. Wenn Grossmütter uns was vorlesen, ist das richtig schön. Sie lesen ein und dieselbe Geschite uch immer wieder vor, wenn man das will und wenn man keinen Fernseher hat. Schliesslich sind Grossmütter die einzigen Erwachsenen, die Zeit haben."
(Ein siebenjähriges Mädchen gemäss einer westfälischen Apothekerzeitung)
Thursday, February 19, 2009
Artischocken frisieren
Saturday, December 27, 2008
artischokka's reading list 2008

Anyone who says they have only one life to live must not know how to read a book. Unknown Author
- Ivo Andrić, Die Brücke über die Drina
- Homer, Ilias (Übers. V0ss)
- Chinua Achebe, Things Fall Apart
- Stendhal, La chartreuse de Parme
- Ossip Mandelstam, Gedichte (Übers. Celan)
- Rainer Maria Rilke, Duineser Elegien
- Jeroen Brouwers, Het verzonkene
- Paul Auster, The New York Trilogy (City of Glass / Ghosts / The Locked Room)
- Luigi Pirandello, Sei personaggi in cerca d'autore
- Gianrico Carofiglio, Raggionevole dubbi
- Joan Didion, The Year of Magical Thinking
- Willem Frederik Hermans, De tranen der acacias
- Pascal Quignard, Le nom sur le bout de la langue
- Miloš Crnjanski, Tagebuch über Čarnojević
- Alexandar Tišma, Der Gebrauch des Menschen
- Friedrich Dürrenmatt, Der Richter und sein Henker
- Janosch, Polski Blues
- Durs Grünbein, Grauzone morgens
- Thomas Pynchon, Against the Day
Work in Progress:
James Joyce, Finnegans Wake
artischokka's reading list 2007
artischokka's reading list 2004
artischokka's reading list 2003
Saturday, November 29, 2008
Gipfeltreffen in Bloggersdorf Nord (4)
stubbornita reibt sich die Ringe um die und Ränder unter den.
kreisch!!!?
Sie paddeln weg?
Und dann auch noch nordwärts?
Hier in den Flachgewässern wird davon gedümpelt. Aber auch die Forelle deutet's an.
stubbornita liest nun alles nochmals ganz genau - tatsächlich. Aberaberaber! Das ist die falsche Richtung, heeh! Kein Diwan steht doch nördlich, keiner!?
Ein Königreich für einen Kompass für die beiden!
Thursday, November 27, 2008
Milchmonster im Glück
Haben nun Sterntalers Milchstrassen erstmals die Textilien auch des Vaters erreicht - samt den zugehörigen Geruchsemissionen. Der entsprechende Massnahmenkatalog liess nicht auf sich warten.
Allerdings, gibt stubbornita zu bedenken, ist nach dem Spucken immer auch vor dem Spucken.
Aber die drei Milchmonster haben auch textiles Glück: Morgen ist jeder zweite Freitag, stubbornita hat es einwandfrei recherchiert. Auf dem Plan im Keller steht neben dem 28. November zweifelsfrei ein "1L" - und:
"erster Stock links, das sind sind wir."
Morgen wird gewaschen.
Definitiv.
Sunday, September 21, 2008
feiste Schafe, anständige Leute
Navajo Blessing for a Newborn Child
Today, we are blessed with a beautiful baby
May his feet be to the east
may his right hand be to the south
may his head be to the west
may his left hand be to the north
May he walk and dwell on Mother Earth peacefully
May he be blessed with precious, variegated stones
May he be blessed with fat sheep in variation
May he be blessed with respectful relatives and friends
May he be blessed with the source of happiness in beauty
...
Wednesday, September 17, 2008
Wednesday, September 10, 2008
10. September 2008
10. September
Pablo Neruda - los versos del capitán, 1952*
Der heutige Tag war ein voller Becher,
der heutige Tag war die gewaltige Welle,
heute, das war die ganze Erde.
Heute hob das stürmische Meer
in einem Kuss uns so hoch,
dass wir erzitterten
im Licht eines Blitzes
und aneinandergefesselt abwärts schossen,
um unterzugehn, ohne uns loszulassen.
Heute dehnten sich unsere Körper aus,
wuchsen bis an die Grenzen der Welt
und rollten, verschmelzend, fort
in einem einzigen Tropfen
Wachs, einem einzigen Meteor.
Zwischen Du und Ich ging eine Türe auf,
und jemand, noch ohne Gesicht,
stand da und erwartete uns.
***
10 de septiembre
Hoy, este día fue una copa plena,
hoy, este día fue la inmensa ola,
hoy, fue toda la tierra.
Hoy el mar tempestuoso
nos levantó en un beso
tan alto que temblamos
a la luz de un relámpago
y, atados, descendimos
a sumergirnos sin desenlazarnos.
Hoy nuestras cuerpos se hicieron extensos,
crecieron hasta el límite del mundo
y rodaron fundiéndose
en una sola gota
de cera o meteoro.
Entre tú y yo se abrió una nueva puerta
y alguien, sin rostro aún,
allí nos esperaba.
***
10th of September
Today, this day was a brimming cup,
today, this day was the immense wave,
today, it was all the earth.
Today the stormy sea
lifted us in a kiss
so high that we trembled
in a lightning flash
and, tied, we went down
to sink without untwining.
Today our bodies became vast,
they grew to the edge of the world
and rolled melting
into a single drop
of wax or meteor.
Between you and me a new door opened
and someone, still faceless,
was waiting for us there.
***
* im Original ist es der 8. September
Saturday, June 7, 2008
Wednesday, June 4, 2008
Thursday, May 8, 2008
ambrogio (4): l'ibernazione con chiacchiericcio
B-Dörfli: „Heute wäre doch ein Prachtstag gewesen für ambrogio. Wo bleibt er bloss?“
stubbornita: „Und meine Birchermüesli-Betriebsstätte in Pontresina hat Betriebsferien bis 13. Juni – ist es denn zu fassen. Ohne mich zu fragen!“
Und dann gestern, endlich. Ein Ton. Zwar ein eher Unheil versprechender: Metall-Kratz-pling! Aber ganz klar ein ambrogio-Ton. Statler und Waldorf springen gleichzeitig hoch und ans Fenster: Ambrogio eingeklemmt zwischen zwei Bodenplatten, die den Weg des Direktors zum Mittagstisch ebnen müssten. Das Rad hinten links dreht durch!!!!!
B-Dörfli: „Wie Roger Federer auf Sand: Als erstes mal ein Fehlstart auf ungewohnter Unterlage. Aber immerhin ist er wieder da.“
stubbornita: „Rega oder Heli Bernina?“
B-Dörfli: „Olinto.“
stubbornita: „Wenn wir so weitermachen, übertrumpfen wir demnächst UBS beim Personalbestand. Beim Börsenkurs haben wir sie ja längst abgehängt.“
Olinto: „Wenn schon Kollisionen, Herrschaften, dann versicherungstechnisch am liebsten solche, wo beide involvierten Göppel unsere Geschäftsfahrzeuge sind! Und dass mir keiner sich mit einem Veltliner anlegt! Eine italienische Versicherung zahlt nie im Leben, und erst recht nicht vor meiner Pensionierung.“
KST unbekannt (von unten herauf): „Ambrogio hätte auch erst in einer halbe Stunde anfangen sollen – bis dann wäre ich mit dem Weg fertig gewesen!“B-Dörfli (von oben herab): „Ein echter Italiener macht immer, was er will. Damit hätten Sie rechnen müssen! Wie lange arbeiten sie schliesslich schon hier!“
Wednesday, March 12, 2008
megafreude

Sunday, March 9, 2008
hariboallee, bruchsal
"Bruchsal verdient eine Hariboallee und du bist dran mit Fahren mein Knuspriger!"

Friday, March 7, 2008
männerfixiert
Stolze Besitzerin einer Orchidee, kommt stubbornita zur Erkenntnis, für die andere sogar schon geblutet haben: Drittbetreut gedeiht besser. Vorliegend ist präzisierend festzuhalten: stubbornitas orchidea bevorzugt eindeutig männliche Hingabe. Blüht diese Schnitte doch immer dann, und nur dann, wenn sie bei einem Mann logiert. stubbornita findet das einerseits erstaunlich, andererseits naheliegend, geht es ihr doch eigentlich ebenso, soweit sie das zuzugeben bereit und in der Lage ist.

Friday, February 22, 2008
himbeerzeit vorbei

Trotz der Absolvierung einer Handelsakademie hatte Guido einen äusserst undeutlichen Begriff von Soll und Haben. Als ich das Kapitalkonto eröffnete und die Spesen verbuchte, sah er mir voll erstaunter Neugier über die Schulter. Später hat er dann die Buchhaltungstechnik so vollkommen erlernt, dass er jedes Geschäft, das ihm unter die Finger kam, zuallererst vom buchhalterischen Standpunkt aus analysierte. Es schien geradezu, als vermittle ihm die Erkenntnis dieser Dinge eine neue Weltanschauung. Überall sah er nur noch Kreditoren und Debitoren, auch wenn zwei einander prügelten oder miteinander zärtlich waren. Italo Svevo, Zeno Cosini, 375
Friday, January 25, 2008
daisy's offshore reporting: schalke
Nebst ausführlicher Stadionführung gab's auch ausführlich Stadionfütterung: Die Curry-Würste versammelten sich in einem Wok von ca. 2 Metern Durchmesser, regional geschnetzelt und mit Pommes-frites-Gabeln aus der Sauce zu fischen; aber es gab zu Ehren der Gastmannschaft auch Geschnetzteltes Puten- und Schweinefleisch nach Züricher Art - und das war zwar auch lekker, führte aber zu Missverständnissen: In der 27. Minute schwor Daisy ihrem RP, wenn der Kerl hinter ihr jetzt noch EINMAL "Züricher" sage zu "uns", dann drehe sie sich um und frage ihn, ob die "Blauen" dort unten dämpfall Dortmund seien. RP sondert massiv Baldrian in Sprayform ab und
ENDLICH!
in der 38. Minute rafft er es! Von alleine! Fünf Minuten später kassiert der FCB ein Tor und es herrscht blau. Überwiegend. Geschätzte neunundreissigtausend Mal. Und RP ist grad auch noch für die Falschen.


